Hallo Leute, in diesem Blogartikel zeige ich dir 6 wertvolle Tipps wie du das beste aus dem Brautpaarshooting rausholst. Es freut mich wirklich sehr das ihr wieder vorbeischaut. Bevor wir zu den eigentlichen und meiner Meinung nach 6 wichtigsten Tipps geht, möchte ich euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte wie ich den Weg in die Hochzeitsfotografie fand. Falls du mich noch nicht kennst und zufällig auf diesem Blogeintrag gelandet bist, möchte ich mich noch kurz vorstellen. Mein Name ist Kamer Aktas und ich bin Hochzeitsfotograf aus München. Schön das du da bist.

Meine Vorbereitung vor meinem allerersten Brautpaarshooting

Meine Geschichte beginnt im Jahr 2010. Ich weiss noch wie sehr ich mich über die Zusage vom meinem Brautpaar erhielt und Freudensprünge machte. Davor hatte ich schon mal eine Verlobung fotografiert, aber eine Hochzeit war meines Erachtens nochmal eine Stufe anspruchsvoller. Ich hatte Geschichten gehört, was bei einem Brautpaarshooting alles schief gehen kann und das machte mich auch sehr nervös. Ich verbrachte stunden vor dem Laptop und schaute nach tollen Posen von Fotografen, die ich bewunderte. Die Posen, die ich gut fand, habe ich mit einem Stift auf Papier skizziert. Wenn ich mich nicht täusche waren es 2 oder 3 Blätter.

Mein erstes Brautpaarshooting

Gut, nun kam also der große Tag. Nervosität und Aufregung wechselten sich ständig ab. Ich wollte und durfte an meinem ersten Tag als Hochzeitsfotograf nichts falsch machen. Die Reportage fand ich sehr entspannend. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, ich habe sehr viel Feingefühl und Talent was das angeht, aber ein Paar in Pose zu stellen und das beste rauszuholen, da hatte ich Null Erfahrung. Während dem Shooting holte ich und das ist kein Witz, meine Skizzen hervor, warf einen Blick drauf und bat das Paar in die gewünschte Pose. Die Resultate waren OK. Warum? Erfährst du gleich. Ich machte so weiter. Pose, Skizze, Pose, Skizze.

Mein Learning

Während den "Pause" als ich meine Skizze hervor nahm, erwischte ich die beiden in ihrer eigentlichen Natur. Was ich damit meine? Ich sah die beiden, wie sie in echt waren. Nicht das, was man auf den Bildern sah, sondern zu 100% sie. 100% authentisch. Ich habe instinktiv reagiert und auch diese Momente festgehalten, ohne Vorgabe. Einfach die beiden machen lassen. Ich hatte auch das große Glück, dass die Braut sehr angeschirrt war und auch tolle Ideen mit einbrachte.

In diesem Moment war mir nicht bewusst, was ich an Learnings mitnehmen sollte. Ich habe verstanden, dass ich keine Skizze brauche, sondern meine Skills im Umgang mit den Menschen verbessern muss. Je schneller um so besser. Kommen wir nun zu meinen 5 Tipps für dich, wenn du als Hochzeitsfotograf starten willst.

#1 Erstelle in deinem Kopf ein Portfolio

Schaue im Internet nach Inspirationen. Instagram, Pinterest, das Internet ist voll an davon. Wichtig ist, das du gewisse Posen im Kopf hast. Übe das mit deinem Partner. Versetze dich in die Lage des Paares. Du wirst merken, wie sich das Brautpaar fühlt in diesem Moment. Und je öfter du das machst, umso besser wird dein Kopf-Portfolio

#2 Erkunde die Shooting Location

Am Anfang hast du noch kein geschultes Auge. Deshalb rate ich dir, die Location vorab anzusehen. Nimm dir die Zeit, beobachte wie und wo steht die Sonne, damit es beim Brautpaarshooting zu keinen Komplikationen kommt. Es sieht nicht professionell aus, wenn du den Anschein erweckst, nicht zu wissen, wohin du das Paar hinstellen solltest oder wie bei meiner Story eine Skizze rausholst

#3 Rede viel während dem Shooting

Rede viel und ehrlich mit dem Paar. Am Anfang wird es dir vielleicht schwer fallen, einen Draht zu dem Hochzeitspaar aufzubauen, aber sei nicht entmutigt, es wird von mal zu mal besser. Lobe die beiden, wenn sie was machen, das du gern fotografierst. Mach aufrichtige und ernstgemeinte Komplimente. Und wichtig, wiederhole nicht ständig die gleichen Wörter oder Sätze. "Toll, Wow, Oh wie schön" Wenn du das 20mal hintereinander hörst, verlieren sie ihre Gewichtung.

#4 Wechsle die Perspektive

Benutz verschiedene Objektive und beweg dich! Allein aus einer einzigen Pose, kannst du 20-30 verschiedene Bilder rausholen, wenn du dich bewegst und eine andere Perspektive einnimmst! Mehr muss ich dazu nicht sagen oder?

#5 Immer Lächeln, wenn du auf dein Display schaust

Wenn du hin und wieder und ich betone wirklich auf HIN und WIEDER auf dein Display schaust, dann lächle stets. Warum? Ganz einfach, stell dir vor ich fotografiere dich jetzt gerade. Danach schaue ich aufs Display und verziehe meinen Mund. Du würdest dir doch gleich denken. "Oh, sehe ich oder die Bilder schlecht aus?" und starre nicht nach jedem geschossenen Bild auf dein Display. Das erweckt den Anschein, dass du dein Handwerk nicht beherrschst. Wenn du dich nicht 100% mit der Technik auskennst, rate ich dir ein Training zu kaufen oder ein Workshop zu buchen.

#6 Zeige dem Brautpaar deine Ergebnisse

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Paare gibt, die viel lockerer werden, sobald sie sehen wie gut die Ergebnisse aussehen. "WOW, sind wir das?" hört man sehr oft und das ganze wirkt nochmal sehr beflügelnd und schenkt Selbstvertrauen. Aber wichtig ist, bitte nur Bilder zeigen, die du auch ohne bearbeiten auf deiner Homepage posten würdest. Komm nicht auf die Idee zu sagen: "Da muss ich noch dies oder jenes bearbeiten".

So ich hoffe dir haben die Tipps weitergeholfen. Ich bedanke mich noch fürs Lesen und würde mich über dein Feedback sehr freuen.

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